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MEDIZINISCHES CANNABIS - AUSTRIA

Die zurzeit wichtigsten Cannbinoide sind das THC (Tetrahydrocannabinol) und das CBD (Cannabidiol). THC ist bekannt für seine Wirkung, die Verbraucher high oder stoned werden lässt. CBD setzt sich auf der Tumorzelle ab und sorgt dafür das Körper eigene Killerzellen die Tumorzelle zum platzen bringen.

  • Wirkung
  • Intensität
  • Qualität

CBD hat keine solche psychoaktive Wirkung, doch es beeinflusst die Wirkung des THC. Man spricht von CBD-reichen Hanf wenn er einen Anteil von mindestens 4% in den getrockneten Blüten aufweist.
Die meisten Varietäten haben einen THC-Anteil zwischen 7% und 20%. CBD-reichem Hanf wirkt weniger psychoaktiv und mehr körperlich, als der herkömmliche Hanf.

Das CBD verringert die Intensität der Wirkung des THC, lässt sie jedoch länger andauern. Verbtaucher CBD-reicher Varietäten haben über Erfahrungen wie ein überweltigendes Gefühle des Wohlbefindens, verbesserte Kommunikationsfähigkeit, einen klaren Geist und über ein beruhigtes Gefühl berichtet, CBD-reicher Hanf wird auch verwendet, um Symptome verschiedener medizinischer Zustände zu lindern, es dient oft als eine Alternative zu synthetischen Schmerzmitteln.

Es kann irreführend sein, die Qualität einer Varietät nur am THC- und/oder CBD-Gehalt erfahren zu können. Viele Faktoren und der kombinierte Einfluss all der verschiedenen Cannabinoide sind für die Wirkung einer bestimmten Cannabis-Varietät verantwortlich, ein Prozess, der auch als "Entourage Effekt" bezeichnet wird. Noch niemals wurde so intensive medizinische Forschung über die Eigenschaften der Cannabinoide betrieben wie heute.

Endocannabinoidensystem

Das Endocannabinoid-System besteht aus Cannabinoid-Rezeptoren, ihren endogenen Liganden sowie Enzymen für die Synthese und den Abbau von Endocannabinoiden. Es ist an der Regulation vielfältiger Funktionen im Zentralnervensystem beteiligt, aber auch an der Zell-Zell-Kommunikation im Immunsystem und der Regulation von Proliferation und Zelltod. Medikamente zum Eingriff in dieses System sind derzeit kaum verfügbar, könnten aber in Zukunft eine sehr wirksame Option zur Immunmodulation und Tumortherapie darstellen.

Das Endocannabinoid-System repräsentiert ein körpereigenes, physiologisches Regulationssystem, das neben seiner Funktion im ZNS auch an der Steuerung des Immunsystems und des apoptotischen Zelltods beteiligt ist. Die Endocannabinoide Anandamid und 2-Arachidonylglycerol sind volle Agonisten an den Rezeptoren CB1 und CB2, während der Cannabis-Inhaltsstoff Delta-9-Tetrahydrocannabinol ein partieller Agonist an beiden Rezeptortypen ist. CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich auf Nervenzellen, CB2-Rezeptoren auf Zellen des Immunsystems lokalisiert. Tierexperimentelle Studien haben viel versprechende Ergebnisse bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen des ZNS und des Magen-Darm-Trakts sowie in der Antitumortherapie von Gliomen geliefert. Daher besteht die berechtigte Hoffnung, dass spezifische CB1- oder CB2-Rezeptoragonisten oder -antagonisten oder gezielte Eingriffe in den körpereigenen Endocannabinoid-Stoffwechsel ganz neue therapeutische Perspektiven eröffnen könnten. Die umfassende Erforschung des Systems, seiner Signalwege und seiner Bedeutung für Gesundheit und Krankheit bedeutet eine große Herausforderung für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Immunologen, Neurowissenschaftlern und Pharmakologen.

EINLEITUNG

Es gibt in Österreich zurzeit erst 5 offizielle genehmigte Cannabis Präparate aber kein einziges auf 100% natürlichiche Basis. In vielen Teilen des menschlichen Körpers gibt es ein System von PROTEINEN, die als Cannabinoid-Rezeptoren bekannt sind. Sie sind genau dafür geschaffen, Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), eines der aktiven Komponenten im Cannabis zu verarbeiten. Es zeigte sich anhand von Ergebnissen aus mehreren Studien, das die menschliche Muttermilch viele der gleichen Cannabinoide wie Cannabis enthält. Es wird sogar vermutet, dass diese extrem wichtig für eine richtige Entwicklung des Kindes sind. Menschliche Muttermilch ist eine Quelle für Endocannabinoide, einem speziellen Typs von neuromodulierenden Lipiden, welches beispielsweise dem neugeborenen Kind durch die Stimulation des Saugprozesses beibringt, zu ESSEN. Wenn es keine Cannabinoide in der Muttermilch gäbe, würde ein neugeborenes Kind wahrscheinlich nicht wissen, wie es ESSEN soll, oder es hätte nicht den Wunsch zu essen, was zu Unterernährung oder sogar zum Tod des Kindes führen würde.

THERAPIEMÖGLICHKEITEN

-Appetitlosigkeit und Abmagerung im Rahmen fortgeschrittener AIDS- und Krebserkrankungen,
-Spastik (Multiple Sklerose, Querschnittlähmung),
-Bei Nebenwirkungen der Krebschemotherapie,
-Alkoholabhängigen und Drogenabhängigen,
-Beim Glaukom (grüner Star),
-Tourett-Syndrom,
-Schmerzlindernd,
-Entzündungen,
-Depressionen,
-Krampflösend,
-Angstlösend,
-Epilepsie,
-Migräne.

INHALTSSTOFFE

CBD nicht psychoaktiv und komplett legal in Österreich. Dronabinol halbsynthetisch oder natürlich hergestelltes Tetrahydrocannabinol, genauer delta-9-THC. THC und CBD nur in Verbindung erst ihre ganze Wirkung entfalten kann. Nabilone und Canemes ist ein Synthetisch hergestelltes THC und das gleiche Produkt nur ein anderer Hersteller.
Sativex 2,7 mg Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und 2,5 mg Cannabidiol (CBD) ist zurzeit das einzige Medikament was auf rein natürlicher Basis hergestellt wird. THC zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden der Hanfpflanze (Cannabis Sativa) und ist der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil der Pflanze. Dronabinol Kapseln zu 2,5 mg, 5 mg und 10 mg Hartgelatinekapseln (z.B. Hartfett) und 2,5 %ige, 5 %ige ölige Lösung (z.B. in Sesamöl). Alkoholische Lösung mit Dronabinol, 5 %-ige alkoholische Lösung zur Inhalation (Vaporisation mit Vulcano und anderen Vaporizer). Nabilone und Canemes erhältlich als Kapseln: 0,25 mg, 0,50 mg, 0,75 mg, 1 mg, 2 mg Hartgelatinekapseln. Sativex 2,7 mg Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und 2,5 mg Cannabidiol (CBD) Sativex enthält auch Alkohol (Ethanol). Es gibt Berichte das Sativex sehr ätzend sein soll und daher leider die Schleimhäute angreifen könnte. Es tritt auch sehr schnell ein Gewohnheitseffekt ein, dass man nach der Zeit immer mehr die Dosis erhöhen muss! Dronabinol und Sativex in Alkohol Lösung haben eine bessere Bio Verfügbarkeit, kann somit besser vom Körper aufgenommen werden.

WIRKUNG VON DRONABINOL (THC)

-Wissenschaftler gehen davon aus, dass THC und CBD nur in Verbindung erst ihre ganze Wirkung entfalten kann,
-Dronabinol kann auch andere Medikamente puschen z.B. Morphium,
-Beseitigung von Übelkeit und Erbrechen,
-Muskelentspannende Wirkung,
-Appetitanregende Wirkung,
-Reduktion von Depression,
-Linderung von Schmerzen,
-Reduktion von Angst,
-Krebshemmend.

KOSTEN

10 ml 2,5 % Dronabinol in Sesam Öl oder Alkohol Lösung: ca. 130-227 Euro. Bei einem Besuch bei Dr. Kurt Blaas erfährt man auch die speziellen Preise. Dronabinol Kapseln gibt es in verschiedene Mengen und Milligramm, 30 Stück bis 300 Stück und die flüssige Form 10 ml-30 ml können von 60 Euro bis 600 Euro betragen. Nabilone-Canames zur Zeit nur in 1mg erhätlich mit 28 Stück 0,25 - 1mg Tabletten: ca. 336 Euro. Sativex 3 Stück 10 ml Spray für dir Mundhöle: ca. 704 Euro nur im Set verfügbar. Durch die Preise wird auch deutlich, dass es ohne eine Kostenübernahme nur schwer finanzierbar ist, wenn nicht sogar für viele kranke Menschen leider unmöglich.

KOSTENÜBERNAHME - GENEHMIGUNG

Dronabinol, Nabilone, Canemes und Sativex, kann jeder Arzt privat verschreiben, mit der Kostenübernahme schaut es leider anders aus, da es in den meisten Fällen abgelehnt wird. Meistens wird ein Ansuchen für die Kostenübernahme leider abgelehnt, auch wenn ein Neurologe oder Psychiater für die Patienten ansucht. Die beste Möglichkeit es bezahlt zu bekommen ist, zum Hausarzt zu gehen, sich eine Überweisung ins Krankenhaus Schmerzambulanz (am besten in einer größeren Stadt) geben zu lassen, um dort alles zu besprechen. Am besten wäre es, wenn schon eine Empfehlung am Überweisungsschein stehen würde: Dronabinol Therapie. Leider ist diese Empfehlung auch keine 100%ige Garantie es bezahlt zu bekommen. Es könnte möglich sein, das man sich das Medikament für eine längere Zeit selber bezahlen muss, damit die Ärzte sehen ob es überhaupt wirkt. Wenn man über eine längere Zeit das Dronabinol selbst bezahlt und der Schmerzambulanz vorweist, das man von anderen Medikamenten weniger braucht, erhöht dies die Chancen der Kostenübernahme. Erhöhtere Chancen haben Krebs- oder Multiplesklerose Patienten. Aber sogar bei solchen schwerkranken Patienten gibt es für die Kostenübernahme keine Garantie! Es ist auch ganz leicht zu erklären WIESO man die Kostenübernahme in Österreich so schwer bekommt. Es gibt genug andere Medikamente, welche um einiges billiger sind als medizinisches Cannabis,aber mit deutlich mehr Nebenwirkungen. Es wird in der Medizin noch nicht richtig anerkannt, da man auch keine Pflanze patentieren kan, was weiters ein Grund dafür ist. Zum Abschluss muss ich SAGEN das Dronabinol und der Rest nicht die optimale Lösung darstellt,da ein Gewohnheits-Effekt sehr schnell eintritt und kein Vergleich zu medizinischem Cannabis Flos (Blüten-Bedrocan-Bediol) ist.